Reiten ist doch gar kein Sport! 8 Gründe warum Reiten eben doch der beste Sport ist

,,Reiten ist doch gar kein Sport!“ – 8 Gründe warum Reiten eben doch der beste Sport ist

8 Gründe, warum Reiten der beste Sport ist

Na kannst du es auch nicht mehr hören?!

Wie oft muss sich jeder Reiter die Aussage gefallen lassen:

,,Reiten ist doch gar kein Sport! Da wird man doch nur durch die Gegend getragen, dein Pferd macht doch alles für dich!“

Bevor du das nächste Mal nach so einer neunmalklugen Feststellung wieder in die Luft gehst, dir aber die passenden Argumente fehlen, habe ich hier für dich die besser Option:

Nämlich 8 Gründe, die ein für alle Mal beweisen, dass Reiten richtiger Sport ist.

Denn Reiten hat den großen Vorteil, dass sehr viele Muskeln gleichzeitig beansprucht werden müssen.

Insgesamt beansprucht Reiten 8 Mal mehr Muskeln als beim Joggen!

Wenn, dass mal kein unschlagbares Argument ist. Weitere Gründe, warum Reiten der beste Sport der Welt ist, findest du hier:

 

Ein Plädoyer für den Reitsport

  1. Beine und Po werden trainiert

Oh ja es sind tatsächlich bei uns Frauen die Körperstellen, die uns oft am wenigsten an uns selbst gefallen! Aber damit ist jetzt Schluss, denn die gute Nachricht ist: Reiten ist die optimale Sportart, um deine Beine und deinen Po zu trainieren. Beides wird enorm beansprucht. So muss man als Reiter beispielsweise ruhig und harmonisch im Sattel sitzen und Mitschwingen. Damit das funktioniert und es zu einem unabhängigen Reitersitz kommt, müssen deine Muskeln Höchstarbeit leisten.

Im Galopp müssen die Pomuskeln immer wieder angespannt werden, damit du die Bewegung mitsitzen kannst und dem Pferd nicht in den Rücken fällst.

Das Gleiche gilt auch für das Aussitzen. Deine Beine müssen kontinuierlich ruhig am Pferd liegen. Dürfen dabei nicht nach vorne oder zu weit nach hinten rutschen und durch Paraden oder treibende Hilfen wird auch hier die Beinmuskulatur immer wieder enorm beansprucht.

 

  1. Reiten hält den Rücken fit

Tatsächlich beugt Reiten Rückenprobleme vor und kann gegen Rückenschmerzen helfen! Das tolle ist, dass dein Rücken durch die aufrechte Haltung, die du beim Reiten annimmst, gestärkt wird.

Du hältst deinen Kopf beim Reiten leicht oben und dein Rücken ist extrem gerade. Diese Haltung wirst du mehr und mehr in deinen Alltag integrieren, so dass deine Wirbelsäule durch die zusätzliche Muskulatur optimal gestärkt wird. Durch den Gang des Pferdes muss dein Rücken permanent diese Bewegung ausgleichen. Das wiederrum aktiviert kleine Muskeln im Rücken, die man mit einem normalen Training gar nicht erreichen würde.

 

  1. Dein Bauch wird gestrafft

Die Bauchmuskulatur wird durch das Reiten extrem beansprucht und zugleich gestärkt. Denn dein Bauch sorgt für einen aufrechten Sitz und dadurch, dass dein Bauch den Schwung des Pferdes abfängt, kannst du erst mitschwingen und harmonisch und tief im Sattel sitzen bleiben.

Je mehr Schwung dein Pferd hat, desto mehr Bauchmuskeln bekommst du. Wenn du deinen Bauch gezielt trainieren möchtest, reite ohne Steigbügel. Durch die fehlenden Steigbügel, muss dein Körper den Schwung noch stärker abfangen, was deine Muskeln natürlich noch mehr beansprucht.

 

  1. Dein Immunsystem wird gestärkt

Reiten macht gesund! Was für eine tolle Nachricht! Das liegt vor allem daran, dass wir als Reiter eigentlich immer an der frischen Luft sind – egal ob Wind, Regen, Sonne oder Schnee – geritten wird immer. So sind wir im Sommer teilweise extremer Hitze und im Winter extremer Kälte ausgesetzt, aber genau das bringt den Körper an seine Grenzen und stärkt gleichzeitig das Immunsystem. Uns Reiter haut so schnell nichts um! Hinzu kommt, dass wir im Stall natürlich auch mit Dreck, Staub und Pollen, Gräsern sowie Tierhaaren in Kontakt kommen. Unser Körper wird damit konfrontiert und wird automatisch dagegen abgehärtet, weshalb der tägliche Kontakt mit unseren Pferden langfristig sogar gegen Allergien hilft und vorbeugt.

 

  1. Soziale Kontakte werden gefördert

Das tolle am Reiten ist, dass man im Reitstall immer auf Gleichgesinnte stößt. Egal welches Alter man hat, man verfolgt ein gemeinsames Interesse und eine gemeinsame Leidenschaft und kann sich darüber immer perfekt austauschen und im besten Fall voneinander lernen. Reiter sind sehr gesellig und unternehmen viel in der Gemeinschaft wie zum Beispiel gemeinsames Ausreiten, das gemeinsame Stattgrillen oder die gemeinsame Weihnachtsfeier. Für jeden ist etwas dabei und gerade für Kinder und Jugendliche ist es der perfekte Ort um auszuwachsen und soziale Kontakte zu knüpfen.

 

  1. Entspannung pur – Reiten ist gut für die Seele

Reiten ist Entspannung pur. Pferde sind Balsam für die Seele. Die körperlichen Betätigung sowie die frische Luft, sorgen dafür, dass wir nach einem Stallbesuch zufrieden und glücklich ins Bett fallen. Doch vor allem der tägliche Umgang und Kontakt zu unseren Pferden hat einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Pferde sind sehr sanfte Wesen und können mit ihrer Art uns Menschen helfen unsere innere Balance zu finden. Nicht umsonst werden Pferde in Therapien gegen Burnout und Depressionen eingesetzt. Sie spüren ganz genau wie es ihrem Gegenüber geht und können unsere Gefühle und unser Innenleben spiegeln, wodurch wir uns selbst besser kennenlernen und unsere tiefsten Emotionen und Gedanken reflektieren können. Treten wir einmal gestresst oder erzürnt unseren Pferden gegenüber, merken wir ganz schnell, dass nichts funktioniert. Das Pferd spiegelt uns unser Verhalten und wir merken – okay so komme ich nicht weiter.

Dadurch müssen wir unsere innere Einstellung verändern und den Stress, die Wut oder welches negative Gefühl auch immer loslassen. Pferde helfen uns dabei bessere Menschen zu werden und sind, wenn wir es zulassen unsere besten Lehrmeister für eine umfangreiche Selbst- und Persönlichkeitsentwicklung.

 

  1. Selbstvertrauen aufbauen

Reiten wirkt sich unheimlich gut auf unser Selbstvertrauen aus. Jeder Reiter weiß: Reiten ohne gegenseitiges Vertrauen geht gar nicht. Das Pferd braucht einen Reiter, der ihm Sicherheit gibt und ihm in brenzligen Situationen vermittelt – ich bin für dich da, dir passiert nichts. Umgekehrt muss der Reiter seinem Pferd vertrauen, damit er sich sicher fühlt und keine Angst beim Reiten empfindet.

Mit deinem Pferd zu einem Team zusammenzuwachsen, macht dich stolz und zeigt deine Fähigkeit ein Pferd zu führen. Das führt zu einem gutem Selbstbewusstsein und einem Vertrauen in dein Können. Mit der Zeit wirst du mutiger und selbstbewusster, was sich auch in deinem Alltag positiv wiederspiegeln wird.

 

  1. Verantwortung übernehmen

Als Reiter bist du Tierbesitzer und lernst selbstverständlich auch die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Du bist für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Tieres verantwortlich! Das kostet viel Zeit und Geld, aber du lernst mit der Zeit deine eigenen Bedürfnisse zurück zu stellen. Wenn du Hunger oder Durst hast, ist das erst einmal egal, denn die wichtigste Regel unter Reitern: ,,Zuerst werden die Pferde versorgt!“ Erst, wenn dein Pferd entsprechend versorgt in der Box steht und gemütlich sein Heu frisst, gehst du zu deiner Trinkflasche und gönnst dir einen Schluck.

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen extrem, aber mit der Zeit wirst du die Bedürfnisse deines Pferdes zumindest als genauso wichtig erachten, wie deine eigenen. Denn es hat nur dich und ist auf dich angewiesen!

 

Mein Fazit

Wow - ist Reiten nicht ein unglaublich toller und vielseitiger Sport? Dennoch darf man nicht vergessen: Es ist vielmehr als nur Sport – es ist letztendlich eine Lebenseinstellung und ein Lebensgefühl, dass du echten Lebewesen und eben nicht irgendeinem Sportgerät verdankst!

Und in Zukunft, kannst du deinen Lieblingssport bestens verteildigen und im Notfall schmunzelst du einfach und fragst: ,,Eine Longenstunde gefällig?“